Wer ist Boche?

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Wer bin ich?

Ich bin ein Ex-Ossi mit 18 Jahren wertvoller Erfahrung eines Lebens im “realexistierenden” Sozialismus.

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Hier ein lustiges Frage-Antwort-Spiel, das Rayson angeschleppt hat:

Was ist für Sie das grösste Unglück?

Ist? Wäre. Wenn meinen Kindern oder meiner Frau Leid geschähe.

Wo möchten Sie leben?

In einem sonnigen, ländlichen Anwesen in Südfrankreich. Zum Beispiel.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Meine Tochter zum Lachen zu bringen.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Diejenigen, die in guter Absicht entstanden sind und als Fehler eingesehen werden.

Ihre liebsten Romanhelden?

Das hätte ich als Kind oder Teenager beantworten können. Heute lese ich anders.

Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?

Habe ich nicht.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?

Meine Frau. Und alle Frauen, die Kinder auf dem Weg zum Erwachsensein mit Liebe und Geduld begleiten.

Ihre Lieblingsheldinnen in der Dichtung?

Hab ich nicht.

Ihre Lieblingsmaler?

Hab ich nicht.

Ihr Lieblingskomponist?

Hab ich nicht. Ich könnte auch “Mozart” oder “Bach” antworten, weil ich deren Musik schön finde.
Ich bin aber leider kein guter Kenner klassischer Musik und genieße diese eher laienhaft. Deswegen hätte ich mit den besagten Namen als Antwort das Gefühl hochzustapeln.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?

Klugheit. Geduld. Selbstironie.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?

Klugheit. Schönheit. Weiblichkeit.

Ihre Lieblingstugend?

Einfühlungsvermögen.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Meine Tochter erleben. Zeit für meine Frau haben und mit ihr etwas unternehmen.
Mit einem guten Freund beim Bier draußen sitzen und entspannt mit einander reden.
Gutes Essen, guten Wein genießen.
Im Garten rumwerkeln. Schiefe Zäune und Ställe bauen. Meine Tiere füttern. Den Hühnern zuschauen.
… und vieles mehr.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?

Früher als Kind: Ein Pirat.
Heute: Ich. Mit etwas mehr Selbstvertrauen.

Ihr Hauptcharakterzug?

Die Frage sollte man meinen Freunden stellen. Ich sehe mich als jemanden, der oft und an allem zweifelt, vor allem an mir.

Was schätzen Sie bei ihren Freunden am meisten?

Verlässlichkeit.

Ihr größter Fehler?

Faulheit und Ungeduld.

Ihr Traum vom Glück?

Ein Leben in schöner Umgebung (siehe oben), mit Freunden in der Nähe und meiner Familie, für die ich gern mehr Zeit hätte.

Was wäre für Sie das größte Unglück?

Hatten wir die Frage nicht schon? Doch. Siehe oben.

Was möchten Sie sein?

Wohlhabend, um Zeit für die Menschen zu haben, die ich mag und die Dinge, die ich gern tue.

Ihre Lieblingsfarbe?

Das Blau der Augen meiner Tochter. Das Rot des guten Bordeaux in meinem Glas.

Ihre Lieblingsblume?

Hab ich nicht.

Ihr Lieblingsvogel?

Coq au vin

Ihr Lieblingsschriftsteller?

Da habe ich nicht einen sondern viele, bunt gemischt. Goethe, Kundera, Hesse…

Ihr Lieblingslyriker?

Jacques Brel. Zum Weinen und zum ständigen Zitieren schön. (”…mes souvenirs prendront mes rides pour un sourire…”)

Ihre Helden in der Wirklichkeit?

Aufgeklärte, freiheitsliebende Menschen im Herrschaftsbereich des Islam.

Ihre Heldinnen in der Geschichte?

Die vielen namenlosen Frauen (und natürlich auch Männer), die in den KZs der Nazis, den Gulags der Kommunisten (oder an all den anderen finsteren, hoffnungslosen Orten der Vernichtung des Einzelnen durch das Kollektiv) die Kraft hatten, ihre Kinder bis zum letzten Moment mit Liebe zu begleiten. Keine große Gestalt der Geschichte reicht an dieses Heldentum heran.

Ihre Lieblingsnamen?

Der meiner Tochter natürlich. Ansonsten finde ich die Frage albern.

Was verabscheuen Sie am meisten?

Missgunst. Hinterhältigkeit.

Welche geschichtliche Gestalten verachten Sie am meisten?

Die Deutschen, die vor ihren verfolgten jüdischen Nachbarn ihre Türen, Augen und Ohren verschlossen. Und natürlich die Verbrecher, denen sie in einzigartiger Dummheit und Verblendung in den Untergang folgten.

Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?

Ich kenn mich mit militärischen Leistungen nicht so gut aus. Ich habe zwar mal gelernt, Schützengräben auszuheben und bewundere mich selbst noch dafür, dass ich die Schippe dem Kompaniechef nicht um die Ohren gehauen habe.
Ansonsten erscheinen mir die Verteidigungskriege Israels erstaunliche und im Ergebnis erfreuliche Erfolgsgeschichten zu sein. Und Befreiungskriege wie die der Allierten im zweiten Weltkrieg oder die der Allierten im Irak sind meiner Ansicht nach in historischer Hinsicht von bleibender positiver Bedeutung.

Welche Reform bewundern Sie am meisten?

Die Stillstandsverwalter der Berliner Lobby-Republik haben den Begriff versaut. Bewunderung assoziiere ich nicht mehr mit “Reform”.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Andauernde Gesundheit.

Wie möchten Sie sterben?

Sehr viel später als jetzt oder morgen. Und dann schmerzlos, schnell oder im Schlaf. Oder so.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Entspannt, mit einem leichten Anflug von guter Laune.

Ihr Motto?

Hab ich nicht.
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Bücher, die meine politischen Ansichten beeinflusst haben:

“Ce qu’on voit et ce qu’on ne voit pas” de Frédéric Bastiat
Großartig einfach und einfach großartig. Bastiat skizziert grundlegende liberale Wahrheiten, ohne in ökonomisches Fachlatein zu verfallen.
Ich behaupte: Mit Argumenten à la Bastiat kann man den einfachen Mann und die einfache Frau von der Straße von Freihandel und Minimalstaat überzeugen.
(Ich habe Bastiat im Original gelesen. Ein deutschsprachiges Bastiat-Buch wäre dies hier)

“Atlas Shrugged” von Ayn Rand
Ich habs auf Deutsch gelesen. Bei amazon gibt es das Buch aber nur noch im englischen Original. Vielleicht klingen die fesselnden libertär-kapitalistischen Ansprachen im Englisch auch ein bißchen weniger pathetisch?

“Die Bürokratie” von Ludwig von Mises

“Liberalismus” von Ludwig von Mises

“Ökonomie für den Menschen” von von Amartya Sen
Entwicklungshilfe lässt sich auch liberal begründen.

“Plädoyer für Israel” von Alan M. Dershowitz
Polemisch. Bissig. Nötig.

“Schöne neue Welt” von Aldous Huxley
Ein Klassiker, der mit Sicherheit aktuell bleiben wird.

“1984″ von George Orwell
Noch ein Klassiker.

“Das unbeschriebene Blatt. Die moderne Leugnung der menschlichen Natur” von Steven PinkerEine streitbare Diskussion der Frage: Was entscheidet denn nun - Gene oder Umwelt? Mit vielen Quellen und interessanten Einsichten in die auch politischen Konsequenzen, die mögliche Antworten der Gen-Umwelt-Frage zu Folge haben können. (So viel sei verraten: Laut Pinker sind es - vor allem - die Gene.)

Archivwürdiges

Nie vergessen, falls mal wieder jemand den SED-Inhalt der PDS-/Linksparteiverpackung vergessen machen möchte:
Gregor Gysi anlässlich des Vereinigungsparteitages zwischen PDS und WASG: “Wer hätte denn das 1989/90 gedacht, dass wir Bestandteil einer gesamtdeutschen Linkspartei werden, und morgen ist es soweit.” (Quelle: Tagesschau, Morgenmagazin vom 15.06.2007)

Meine persönliche Linksammlung

Hier sammle ich einige Links, die ich für aufbewahrungswürdig erachte:

Boche bei Diigo

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1 Kommentar zu “Wer ist Boche?”

  1. 18.10.2006 | 17:21

    [...] Heute nun lese ich bei den Bissigen Liberalen einen Beitrag von Boche: [...]

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