26. August 2006
Wer ist Stefanolix?
Ich beginne vor dem Fragebogen mit einigen persönlichen Daten: Stefan, Jahrgang 1967, verheiratet, zwei Kinder; von Beruf Ingenieur, Autor und Programmentwickler. In meiner Jugend- und Studentenzeit hat mich die Demokratiebewegung in der DDR geprägt und seit dieser Zeit bin ich auch Mitglied der Evangelischen Kirche.
Bisher war ich noch nie Mitglied in einer politischen Partei. Wenn ich heute in eine Partei eintreten müsste, wäre es wohl die FDP — aber ich bin sehr froh darüber, dass ich heute in keine Partei eintreten muss. Zur Diskussion über die Mitglieder der DDR-Blockparteien kann ich nur sagen, dass es in allen DDR-Parteien auch integre Leute gegeben hat — sie haben sich entweder aus Überzeugung oder unter Druck dafür entschieden und es ist nicht fair, sie zwanzig Jahre später alle in einen Topf mit den SED-Bonzen zu werfen.
Seit vielen Jahren beteilige ich mich schon an politischen Diskussionen in Blogs und Foren und Anfang 2006 habe ich selbst mit dem Bloggen begonnen. Zu meiner täglichen Lektüre gehören die F.A.Z. und die Dresdner Neuesten Nachrichten, die liberalen Favoriten unserer Blogroll und die üblichen IT-Neuigkeiten. Mit manchen anderen Liberalen teile ich das Interesse an Datenschutz und Netzpolitik.
Seit Anfang 2007 bin ich ein liberaler Freizeitsportler: das bedeutet, dass man aus Eigenverantwortung etwas für seinen Körper tut. Ich laufe längere Strecken und bereite mich auf noch längere vor
Mit allen B.L.O.G.-Autoren verbindet mich eine grundliberale Überzeugung und der Glaube an die Überzeugungskraft guter Argumente. Von allen Kollegen kann ich etwas lernen.
Was ist für Sie das grösste Unglück?
Einsamkeit.
Wo möchten Sie leben?
Aus Dresden geht man nicht weg,
auch wenn es manchmal wehtut.
Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?
Vollkommenes Glück kann ich nicht allein erreichen.
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
Überhaupt nur Fehler, die nicht vertuscht wurden.
Ihre liebsten Romanhelden?
Robinson, Harry Haller …
Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit?
Frauen, die sich ihre Rolle selbst schreiben.
Ihre Lieblingsheldinnen in der Dichtung?
Antigone, Penelope.
Ihre Lieblingsmaler?
Michelangelo, Raffael.
Ihr Lieblingskomponist?
Da muss ich schummeln und
mindestens Mozart und Beethoven nennen.
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?
Ehrlichkeit, Klugheit, Toleranz, Selbstbeherrschung.
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?
Siehe oben,
warum sollte man da Unterschiede machen?
Ihre Lieblingstugend?
Kameradschaftlichkeit.
Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Denken, Lesen und Schreiben.
Wer oder was hätten Sie sein mögen?
Leiter einer großen Bibliothek.
Ihr Hauptcharakterzug?
Neugierige Skepsis.
Was schätzen Sie bei ihren Freunden am meisten?
Verlässlichkeit.
Ihr größter Fehler?
War lange Zeit die Unordnung;
seitdem ich sie erfolgreich überwinde, ist es die Ungeduld.
Ihr Traum vom Glück?
Ich träume nicht vom Glück,
ich lebe, um mir mein Teil davon zu nehmen.
Was wäre für Sie das größte Unglück?
Hilflos ausgeliefert zu sein.
Was möchten Sie sein?
Ein klein wenig größer als 1.75m ; -)
Ihre Lieblingsfarbe?
Blau.
Ihre Lieblingsblume?
Sonnenblume.
Ihr Lieblingsvogel?
Eisvogel.
Ihr Lieblingsschriftsteller?
Stefan Zweig, Hermann Hesse.
Ihr Lieblingslyriker?
Die Frage muss ich zurückgeben:
ich lese fast nie Gedichte.
Ihre Helden in der Wirklichkeit?
Einsame Friedensstifter zwischen zwei Fronten.
Ihre Heldinnen in der Geschichte?
Die Frauen, die um das (aktive und passive) Wahlrecht kämpften.
Ihre Lieblingsnamen?
Johann, Sebastian.
Was verabscheuen Sie am meisten?
Jede Art von Intransparenz,
besonders das Vertuschen von Fehlern.
Welche geschichtlichen Gestalten verachten Sie am meisten?
Unterschiedslos alle blutrünstigen Despoten und Diktatoren.
Welche militärischen Leistungen bewundern Sie am meisten?
Jede militärische Entscheidung,
durch die Menschenleben gerettet statt geopfert wurden.
Welche Reform bewundern Sie am meisten?
Eigentlich bewundere ich solche Politik,
die Reformen gar nicht erst notwendig werden lässt.
Aber wenn reformiert werden muss:
Jede Reform, die den Menschen Rechtssicherheit bringt,
jede Reform, die den Menschen Eigenverantwortung ermöglicht.
Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Das absolute Gehör
und die Gabe, ein Instrument so zu beherrschen,
dass mir die Leute gern zuhören.
Wie möchten Sie sterben?
Niemals oder im tiefen Schlaf.
Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?
Offene Neugier.
Ihr Motto?
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …
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Verfasst von stefanolix um 15:46 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)